Redaktionelle Grundsätze
Woran wir uns halten
True Crime handelt von realen Menschen. Deshalb gelten für jede Folge dieselben Regeln, und jede Folge muss sie erfüllen, bevor sie erscheint.
Welche Fälle wir erzählen
- Nur aufgeklärte und rechtskräftig abgeschlossene Fälle. Keine bis heute umstrittenen Urteile.
- Überwiegend historische Fälle, deren Beteiligte seit langem verstorben sind.
- Keine Fälle mit minderjährigen Opfern oder Tätern.
- Nur Fälle, zu denen mindestens drei unabhängige, seriöse Quellen existieren, möglichst eine Primärquelle wie ein Prozessprotokoll.
Wie wir mit Quellen arbeiten
Jede Aussage in einer Folge ist mit einer Quelle verknüpft. Auf der Seite jeder Folge siehst du, welche Quelle welchen Satz belegt. Zentrale Tatsachen wie Namen, Daten, Beweismittel und Urteile stützen wir auf mindestens zwei unabhängige Quellen. Wo Quellen sich widersprechen, sagen wir das. Wikipedia nutzen wir als Einstieg, nie als alleinigen Beleg.
Wie wir prüfen
- Automatische Prüfung: Ein Programm stellt sicher, dass jeder Absatz belegt ist, dass die Belege existieren und dass keine reißerischen Begriffe vorkommen.
- Faktenabgleich: Das Skript wird Satz für Satz gegen die recherchierten Fakten geprüft; unbelegte oder unsichere Aussagen werden markiert.
- Menschliche Abnahme: Die Redaktion liest das Skript, prüft Belege stichprobenartig an der Quelle und hört die fertige Folge an. Erst dann wird sie freigegeben.
Schutz der Beteiligten
- Opfer sind Menschen mit einem Leben, nicht Tatobjekte. Wir erzählen, wer sie waren, bevor wir erzählen, was ihnen geschah.
- Wir zeigen keine Fotos von Opfern und keine Tatortfotos.
- Namen von Minderjährigen, etwa von Zeuginnen und Zeugen, nennen wir nicht.
- Nachfahren und Angehörige können sich jederzeit an uns wenden. Wir prüfen jede Anfrage persönlich und vorrangig, etwa wenn ein Name nicht genannt werden soll.
Sprache und Bild
Wir benennen Gewalt, aber wir malen sie nicht aus. Wir verzichten auf erfundene Dialoge und auf Vermutungen über Gedanken und Gefühle, die niemand belegen kann. Unsere Bilder sind Karten, Dokumente, Zeitleisten und Zitate, keine Nachstellungen. Kartenmaterial stammt von OpenStreetMap und zeigt den heutigen Stand.
Wofür wir KI einsetzen
Wir nutzen KI-Werkzeuge, damit ein kleines Team sorgfältig arbeiten kann. Die Verantwortung für jede Folge bleibt bei uns.
| Arbeitsschritt | Was KI übernimmt | Was Menschen entscheiden |
|---|---|---|
| Fallauswahl | Schlägt Kandidaten vor und prüft die Quellenlage. | Wählt nach unseren Kriterien aus. |
| Recherche | Durchsucht Archive und sammelt Quellen mit Fundstellen. | Prüft Belege an der Originalquelle. |
| Skript | Erstellt einen Entwurf, ausschließlich aus belegten Fakten. | Liest, korrigiert und gibt frei. |
| Erzählstimme | Eine KI-Stimme (Sprachmodell von OpenAI) liest das freigegebene Skript. Eine automatische Prüfung vergleicht die Aufnahme Wort für Wort mit dem Skript. | Hört die Folge an und nimmt sie ab. |
| Bilder | Keine KI-Fotos realer Menschen oder Orte. | Wählt Karten, Dokumente und Grafiken. |
| Veröffentlichung und Korrekturen | – | Ausschließlich durch die Redaktion. |
Auf YouTube kennzeichnen wir jede Folge als Inhalt mit synthetischer Stimme.
Wie wir Fehler korrigieren
Wenn uns ein Fehler unterläuft, korrigieren wir ihn schnell und sichtbar. Jede Korrektur vermerken wir mit Datum auf der Seite der Folge und gesammelt auf der Seite Korrekturen. Bei wesentlichen Fehlern nehmen wir die betroffene Passage neu auf und weisen in der Folgenbeschreibung auf die Änderung hin. Hinweise nehmen wir gern an: kontakt@landmarke-horizont.de.
Unabhängigkeit
Wir sind keiner Partei, Behörde oder Firma verpflichtet und veröffentlichen keine bezahlten Inhalte. Wie wir uns finanzieren, steht unter Über uns.